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Alters-Leiden, Alters-Beschwerden

Unter dem Begriff „Altersbeschwerden“ wird der Verlust der individuellen Leistungsfähigkeit (sowohl physisch, wie auch psychisch) und die Abnutzüngen am Bewegungs-Apparat verstanden. Schwerwiegend sind weiter die Veränderungen im Immunsystern, die ein Umdenken bei der Therapie von zahlreichen Leiden verlangt.

In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts war der britische Armee-Arzt Robert McCarrison in Nord Indien stationiert.

Dabei lernte er das Volk der Hunza kennen, das in einem wunderschönen Himalayatal umgeben von Gletschern lebte. Zu seinem Erstaunen stellte er fest, dass die Menschen in dem Tal fast alle schlank war, sehr alt wurden und keinerlei Krankheiten und Altergebrechen aufwiesen.

                  

Er vermutete, dass die robuste Gesundheit und außergewöhnliche Vitalität der Hunza mit ihrer Ernährung zusammenhängen könnte. Als er 1927 Direktor des Nutrition Research Agency in Indien wurde, hatte er endlich Gelegenheit, die Ernährungsweise wissenschaftlich zu überprüfen.

Er analysierte zunächst das Ernährungsverhalten der Hunzas und stellte dabei fest, dass sie sich überwiegend von Gemüse, Obst, Sprossen, Sojaprodukten wie Tofu, Vollwert-Getreide und ein bis zweimal wöchentlich Fisch ernährten.

Enklaven der Hundertjährigen fanden Forscher unter anderem auch auf der griechischen Insel Kreta und dem japanischen Eiland Okinawa.

Interessant ist dabei, dass die Ernährungsweise dieser Langlebigen (egal auf welchem Flecken der Erde sie anzutreffen sind), auffallend identisch ist. Die vitalen Senioren haben meist Zeit ihres Lebens sehr viel Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte verzehrt und regelmäßig Fischaber nur selten Fleisch und anderes tierisches Eiweiß gegessen.

Gewürzt wird vor allem mit Kräutern, Salz verwendeten sie nur sparsam. Die Kost der Langlebigen ist nicht unbedingt fettarm, wenn Fette und Öle verwendet werden, sind es aber überwiegend pflanzliche Öle. In asiatischen Ländern stehen außerdem Sojaprodukte wie Tofu oder Sojamilch regelmäßig auf der Speisekarte.

Womit wir beinahe zwangsläufig wieder bei unserer „modernen Ernährung landen“!
Ich habe bereits an anderer Stelle daruf hingewiesen, dass in die Bevölkerung in vielen Drittweltländern sich noch vorwiegend mit Naturstoffen ernäht und die allermeisten „unserer Alters-Leiden“ überhaupt nicht kennt!

Hier heisst es also primär einmal konsequent umdenken und den Ernährungsplan entsprechend anpassen!

Ganz generell sind deshalb Altersbeschwerden mit einer gesunden Lebensführung verhütbar, oder können mindestens für eine gewisse Zeit hinausgezögert werden.
Mit regelmäßigem Körper-Training (Ausdauer- und Krafttraining) und einer proteinreichen (eiweißreichen) Ernährung sind die wichtigsten Voraussetzungen dafür geschaffen.

Erschreckend: Über 60 Prozent der älteren Menschen sind mangel- bzw. unterernährt. Dabei wird vor allem ein Manko an Flüssigkeit beobachtet.
Beim älterwerdenden Körper werden die körpereigenen „Säfte“ (wie Blut, Speichel, Harn, Tränen, etc.) mit der Zeit immer dickflüssiger und müssen für eine normale Konsistenz „von aussen“ unterstützt werden!

Im Klartext: Der ältere Mensch muss vermehrt Flüssigkeit und Flüssig-Nahrung zu sich nehmen!

Aber auch eine Nahrungsergänzung mit Vitaminen, Mineralstoffen (Magnesium, Kalzium!), Spurenelementen, dem Co-Enzym Q10 und L-Camitin sollte beachtet werden.

Die Gelenke müssen bewegt werden, sonst werden sie schwergängig. Im Alter sind die Bänder weniger elastisch und die Knorpel an den Gelenken spröder. Jede Bewegung "knirscht". Es kommt zu Zerrungen, Entzündungen, Verformungen und Schmerzen, also zu den verschiedenen Formen von Arthrose.

Ein leichteres Trainingsprogramm am frühen Morgen und in frischer, reiner Luft ausgetragen, kann hier Wunder wirken - zum Beispiel täglich fünf Minuten Lockerungsübungen und Gymnastik.

Jede zweite Person über 60 Jahren leidet an erhöhtem Blutdruck.
Ein hoher Gefäßdruck aber schädigt die feine Innenhaut der Gefäße: Sie wird aufgerauht. Somit können sich Ablagerungen, sogenannte Plaques, besser einnisten und damit beginnt die Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

Um Ihre Blutgefäße elastisch zu erhalten, sollten Sie Ihren Bluthochdruck ganz konsequent beobachten und (bei Abnormalität) auch behandeln.

Als oberste Grenze sollten Sie sich 135 / 80 setzen!

Achtung: Rauchen, hohe Cholesterinwerte und Stress begünstigen einen hohen Blutdruck.

Auch das Gehirn verändert sich stetig - und Lernen bedeutet, dass sich Gehirnzellen täglich verändern. Im Alter nimmt zwar die Anzahl der aktiven Gehirnzellen bei den meisten Menschen etwas ab, der Verlust kann jedoch durch neue Verbindungen zwischen den verbleibenden Zellen weitgehend kompensiert werden.

Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit sind also keine unausweichliche Begleiterscheinung des Alterns
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Buchempfehlung:

                                 

Durch „Kopfarbeit“ wird das Gehirn in Form behalten. Lernen Sie täglich etwas Neues! Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie einen Sprachkurs  belegen oder ihre Computer-Kenntnisse erweitern.

Auch Kreuzworträtsel lösen ist ein gewisses Training. Besser aber, Sie nehmen sich jeden Tag ein Lexikon und beschäftigen sich mit einem Begriff, den Sie noch nicht kennen.
 
Lange Zeit glaubte man, nur Frauen kämen am Ende ihrer Fruchtbarkeitsperiode in die Wechseljahre. Heute weiß man, dass auch die Produktion männlicher Geschlechtshormone um das 50. Lebensjahr herum abnimmt - wenn auch deutlich langsamer und auf individuell sehr unterschiedliche Weise.

Zu meinen Therapie-Empfehlungen!