Der bis zu 40 m hoch wachsende Ginkgo-Biloba-Baum ist ein Laubbaum.
Die Blätter färben sich im Herbst goldgelb. Ursprünglich in China, Korea und Japan beheimatet. Seit
langer Zeit aber auch in Brasilien heimisch. Der Ginkgo-Baum ist zweihäusig, d. h. es gibt
männliche und weibliche Pflanzen. Der Name biloba(zweilappig) weist auf die typische Blätterform
hin. Medizinisch verwendet werden Spezialextrakte aus den Blättern und auch Komponeneten aus
den Samenkernen.
Ginkgo Biloba
Die arttypischen Blätter des Ginkgo Biloba-Baumes
Botanische Benennung:
Ginkgo Biloba
Pflanze: Ginkgo biloba L.
Familie: Ginkgoaceae
Es sind die besonders schön geformten, fächerartigen Blätter, die eine Reihe von sehr wirksamen
Inhaltsstoffen für den menschlichen Organismus enthalten und aus denen Extrakte für Arzneimittel
hergestellt werden.
Immer mehr gewinnen jedoch auch die Fruchtsamen an Bedeutung.
Frucht des Ginkgo Biloba
Besonders für eine Bewegungs-Störungs-Therapie (u.a. Rheuma, Arthritis, Arthrose,
etc.) haben sie sich als äusserst wirksam erwiesen.
Wirkungen:
- Steigert die Toleranz des Hirngewebes gegenüber Sauerstoffmangel
- Förderung der Gehirndurchblutung
- Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes durch PAF-Hemmung
(PAF = Plättchen-Aggregations-Faktor = Blutverdickungsfaktor)
- Beeinflussung der zentralen Neurotransmitter *)
- Inaktivierung schädlicher Angreifer
Durch den besseren Blutfluss werden die für die Bewegungshemmung
verantwortlichen „Schlacken“ abgebaut und dadurch die Beweglichkeit der
Gelenke gefördert! (Rheuma, Arthrose, Arthritis!)
weitere Einsatz-Möglichkeiten: Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, depressive
Verstimmung, häufiger Schwindel, permanente Geräusche im Ohr, Kopfschmerzen, Migräne,
Höhenkrankheit, etc. Auch als zusätzliche Unterstützung von (Propolis) bei einer Diabetes-Therapie äusserst
effizient (Wirkstoff-Transport!)!
Definitionen:
*) Neurotransmitter sind heterogene biochemische Stoffe, welche die Information von
einer Nervenzelle zur anderen an den Synapsen **) weitergeben. In die Synapse einlaufende
elektrische Impulse (Aktionspotenziale) veranlassen die Ausschüttung bestimmter, chemischer Stoffe
aus ihren Speicherorten. Die Neurotransmitter werden nach ihrer Ausschüttung auf verschiedene Weise
inaktiviert und/oder abgebaut.
Der wichtigste erregende Transmitter im zentralen Nervensystem (ZNS) ist Glutamat. Die
wichtigstenhemmenden Transmitter sind Gamma-Amino-Buttersäure im ZNS und Glycin im peripheren
Nervensystem(PNS). Andere bekannte Transmitter sind Noradrenalin oder Acetylcholin, Dopamin,
Serotonin u.a.
Auch der BDNF (brain-derived neurotrophic factor) wirkt als Neurotransmitter, da er in der Lage
ist, Nervenzellen sehr schnell zu erregen und Aktionspotenziale auszulösen.
**) Synapsen (gr. syn = zusammen haptein = ergreifen, fassen, tasten) sind Kontaktstellen zwischen
Nervenzellen bzw. Nervenzellen und anderen Zellen (wie Sinnes-, Muskel- oder Drüsenzellen). An
ihnen findet die Erregungsübertragung von einer Zelle auf die andere statt.
Warnung
Ginkgo Biloba kann in einigen, wenigen Fällen Magen-Darm-Blutungen
verursachen kann. Das passiert vor allem dann, wenn Ginkgo Biloba im Verbund mit anderen
Arznei-Mitteln eingenommen wird!
Zum Beispiel mit Aspirin! Wie erwähnt, stellt sich dieser Umstand
jedoch lediglich bei einer kleinen Minderheit der Patienten ein und stellt auch weiter kein
Problem dar.
Auch beachten: Wenn Gink Biloba
unkontrolliert eingenommen wird, kann dies zu Kopfschmerzen und Haut-Irritationen führen. Schuld
daran hat die Ginkgolic-Säure. Eine Konzentration von 5ppm (parts per Million) sollte daher die
maximale Obergrenze für diese Säure darstellen.
Resumée aus den obigen Warnungen: Die
therapeutische Tages-Dosis sollte für Ginkgo Biloba nicht unter 120 mg (um eine echte Wirkung zu
erzeugen) und nicht über 240 mg (oberer Grenzwert) liegen.
Bitte beachten Sie deshalb den Beipack-Zettel, auf dem die Dosierungen der
Kapseln notiert sind!